Umbau und Sanierung Bueberseeli

Zustandsuntersuchungen an Steganlage, Spundwänden und Ufermauer des Bueberseelis zeigten bereits 2009 kritische Stellen. Aufgrund regelmässiger Kontrollen der Anlage wurde die Stegkonstruktion schliesslich 2015 für Benutzer geschlossen. Das Kosten-Nutzen Verhältnis reiner Sofortmassnahmen wurde anschliessend als ungenügend und nicht nachhaltig beurteilt. Aus diesem Grund und des allgemein nicht sehr attraktiven Zustandes der Anlage, gab das Parlament der Stadt Bern 2017 grünes Licht für das Projekt Umbau und Sanierung des Bueberseelis. Grundsätzliche Ziele des Projektes waren die Wiederinbetriebnahme der Anlage bei gleichzeitiger Verbesserung von Attraktivität, Nutzungsdurchmischung und Auslastung.

Die IUB Engineering AG wurde dabei in Zusammenarbeit mit Architekt Rolf Mühlethaler und w+s Lanschaftsarchitekten von Hochbau Stadt Bern mit den SIA Phasen 21 (Machbarkeitsstudien) bis und mit 53 (Inbetriebnahme) beauftragt.

Das erarbeitete Projekt sieht vor, die bestehende Steganlage sowie die Ufermauer komplett zu ersetzen. Zudem garantiert ein neuer, offener Kanal einen direkten Zugang von der Aare her und gleichzeitig die Versorgung des Buberseelis mit Frischwasser. Das Projekt beinhaltete ebenfalls erste Vorarbeiten für die später folgenden Massnahmen im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz Bern bzw. der anstehenden Gesamtsanierung des benachbarten Marzilibades.

Die Arbeiten wurden von Herbst 2018 bis Frühling 2019 terminiert, damit diese bei möglichst geringem Abfluss der Aare stattfinden würden. Bevor die Arbeiten jedoch beginnen konnten, musste zunächst ein Biber, der sich über die Jahre im Bueberseeli eingenistet hatte, umgesiedelt werden. Ihm wurde weiter flussaufwärts ein Ersatzbau zur Verfügung gestellt.

Die Arbeiten begannen mit der Installation der Wasserhaltung, bevor anschliessend mittels Spundwänden ein dichter "Kasten" erstellt wurde, innerhalb dessen die anstehenden Arbeiten im Trockenen ausgeführt werden konnten. Aus der Sicht des Ingenieurs waren einerseits die Koordination der verschiedenen Lose (Baumeisterarbeiten, Stahlwasserbau, Holzbau, Metallbau, Landschaftsgärtner, sowie Sanitär-, Elektro-, Spengler- und Malerarbeiten) mit diversen Abhängigkeiten auf engstem Raum, andererseits das dicht gedrängte Terminprogramm eine grosse Herausforderung. Das Bauen an bzw. im fliessenden Gewässer der Aare stellte eine weitere Herausforderung dar, da ein allfälliges Hochwasser den Fortschritt der Arbeiten jederzeit bedrohen konnte.

Durch die flexible und unkomplizierte Zusammenarbeit aller Beteiligten, konnte die Stadt Bern das sanierte Bueberseeli am 15. Juni 2019 schliesslich der Bevölkerung übergeben.