Überdeckung von Chamblioux–Bertigny als Chance für die Requalifikation des kantonalen Zentrums

In Freiburg arbeiten der Staat, vier Gemeinden, die Bourgeoisie der Stadt Freiburg und die Freiburgischen Verkehrsbetriebe Holding (TPF) AG zusammen, um mehr als 1100 Meter Autobahn zu überbauen. Ausgearbeitet wird das Projekt unter anderem von IM Maggia Engineering SA und IUB Engineering AG. Sie sind Teil der multidisziplinären Ingenieur-Unternehmung SIBI, denen das Planungsmandat übertragen wurde.

Das Projekt «Überdeckung der Autobahn N12 und Stadtentwicklung im Bereich Chamblioux–Bertigny» hat Mitte 2019 gestartet, nachdem die verschiedenen Partner, darunter das Bundesamt für Strassen (ASTRA), die Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet hatten. 2019 und 2020 folgten diverse Studien. Der freiburgische Staatsrat und seine verschiedenen Partner hat nun der Vergabe von Entwurfsvorstudien zum Überdachungsprojekt zugestimmt. Die Studien werden durchgeführt vom Ingenieurkonsortium SIBI. Dieses besteht aus den Büros IUB Engineering AG in Givisiez, IM Maggia Engineering SA in Belfaux sowie Partnern. Damit geht die konkrete Planung erst richtig los. Ziel ist die öffentliche Auflage des Projektes – bis 2023 könnte es soweit sein. Die Bauarbeiten könnten demnach frühestens 2026/27 beginnen, mit einer Einweihung 2029. Die Gesamtkosten werden auf 150 Millionen Franken geschätzt, wobei das ASTRA 33 Millionen Franken beisteuert.  

Der Autobahnabschnitt von 1.1 bis 1.25 km hat eine Fläche von über 60 ha. Er tangiert vier Freiburger Gemeinde: Freiburg, Granges-Paccot, Givisiez und Villars-sur-Glâne. Die Autobahn selbst – im Besitz des Bundes – ist umgeben von Grundstücken, die grösstenteils in öffentlicher Hand sind. Ziel der Überdachung der N12 ist eine nachhaltige Siedlungsentwicklung der Agglomeration Freiburg. Das Gebiet soll aufgewertet werden und gestärkt werden. Nicht nur der Strassenlärm soll für die Anwohnenden reduziert werden. Auch neue Wohnflächen, Arbeitszonen, öffentliche Einrichtungen, Grünflächen und ein Mobilitätskonzept sind vorgesehen.

Dieses ambitionierte Ziel ist nicht ohne seien Hürden. Technische, wirtschaftliche, ökologische, politische und gesellschaftliche Herausforderungen müssen gemeistert werden. So werden etwa strenge Umweltstandards Beachtung finden müssen und die Lebensqualität hochgehalten werden. Innovative Lösungen betreffend Verbrauch und Versorgung mit Energie und Nahrungsmitteln, Mobilität, Wasserbewirtschaftung und Wirtschaftsmodelle wie Sharing Economy oder Kreiswirtschaft sind gefragt. Synergien und lokale Produktionen sollen gefördert, Gesundheitsfaktoren berücksichtigt und Energieeffizienz bedacht werden.

All das wird nun in Variantenstudien entwickelt. Die Nachhaltigkeit stehe dabei im Zentrum der Siedlungs- und Landschaftsentwicklung. Am Ende sollen Empfehlungen abgegeben werden, wie der Abschnitt Chamblioux–Bertigny in Zukunft aussehen kann. Die Überdeckung der Autobahn stellt für die Agglomeration Freiburg ein Potential das – und wir sind stolz darauf, mit der IM Maggia Engineering AG und der IUB Engineering AG daran beteiligt zu sein.

Überdeckung Chamblioux-Bertigny
Überdeckung Chamblioux-Bertigny