HWS Kleine Emme, Hochwasserschutz und Renaturierung Kleine Emme, Lose 1–3

Vor-, Bau und Auflageprojekt im Abschnitt Emmen/Luzern bis Wolhusen (km 0.7 bis km 23.4) und Realisierung (teilweise, SOMA und VOMA)

Hauptdaten

Besonderheiten
Koordination der IG-Arbeiten mit 5 Mitgliederfirmen in 3 Losen mit UVB und Erholungskonzept unter Berücksichtigung komplexer technischer Randbedingungen (z.B. Überlastfallbewältigung, enge Platzverhältnisse im Siedlungsgebiet in den Losen 1 und 3, sensible Grundwasser-schutzgebiete im Los 2, etc.).

Los 1 (obere Zollhausbrücke – Thorenberg):

  • Lenkbuhnen in stark beengten Streckenabschnitten mit steilen Ufern (Bau neuer Ufermauern) zur Sohlenstrukturierung und Erhöhung der Strömungsdiversität (lokale Kolke und Niederwasserrinne)
  • Wiederherstellung der biologischen Durchgängigkeit durch Teilrampen und einen technischen Fischpass
  • Vorschüttungen aus Blöcken in Kombination mit Totholz zur Längsvernetzung innerhalb des Gerinnes
  • Schaffung sicherer Zugangsmöglichkeiten für Mensch und Tier (Treppen, Rampen und Leitern, Kleintiertunnel, etc.)

Los 2 (Thorenberg – Mündung Rümlig):

  • Nebenrinnenkonzept mit naturverträglichem, kosteneinsparenden Ausbau: eigendynamische Aufweitung des Flussquerschnitts zur Gewährleistung einer genügenden Abflusskapazität sowie der natürlichen Funktionen, zwischen Neben- und Hauptrinne verbleibende Insel wird der Erosion ausgesetzt
  • Grundwasserschutz: Abschnitt unterhalb Mündung Renggbach ist von grosser Bedeutung für die Trinkwasserversorgung der Region Luzern, Sohlenabsenkungen sind somit ausgeschlossen; Anreicherung der Sohle mit Grobmaterial, um heute bestehender Erosionstendenz entgegenzuwirken

Los 3 (Mündung Rümlig – Mündung Fontanne):

  • Flussaufweitung und Auenlandschaft „Hinter Langnau“ in Werthenstein mit Initialgerinne und Interventionslinie
  • Umbau Wehr Kommetsrüti (Wolhusen/ Werthenstein): Einbau eines Schlauchwehrs, um bei drohendem Hochwasser den Wasserspiegel absenken zu können
  • Optimierung vorhandener Wildtierkorridore

Bauherr

Verkehr und Infrastruktur

Projektierung

IUB Engineering AG in Ingenieurgemeinschaft

Baujahr

2007–2011

Baukosten

ca. CHF 130 Mio.

Leistungen

Planung und teilweise Realisierung von Hochwasserschutz- und Revitalisierungsmassnahmen wie Aufweitungen, Uferabflachungen, Sohlenabsenkungen, Ufererhöhungen, Objektschutz, etc. Hydraulische Simulationen, Ufersicherungen, Ingenieurbiologie und Massnahmen zur Sohlenstrukturierung.