Erweiterung Kraftwerk Handeck 2A, Erschütterungs- und Überwachungsmessungen

Im Rahmen des Investitionsprogramms KWOplus wurde die über 60-jährige Kraftwerksanlage Handeck 2 durch einen neuen parallelen Druckstollen vom Räterichsbodensee zum Wasserschloss Handeckfluh und einen neuen, parallelen, gepanzerten Druckschacht zur neuen Nebenkaverne Handeck 2A erneuert. Dank der 90-MW-Peltonturbine in der Nebenkaverne kann das Leistungsangebot und die Betriebsflexibilität gesteigert werden.

Die IUB hat die bestehenden unter Betrieb stehenden Anlagen während der sprengtechnischen Vortriebsarbeiten messtechnisch überwacht und analysiert, ob die Amplituden- und deren dominante Einwirkungsfrequenzen noch im Rahmen des Zulässigen liegen.

Das Überwachungskonzept bestand aus folgenden Schritten:
1.    Erfassungen der Schwingungsbeanspruchung / Ausgangsbelastung der Maschinen)
2.    Festlegung der empfindlichen Anlagen, Bestimmung der zulässigen Einwirkungen
3.    Prognose der zu erwartenden Einwirkungen, Prüfung und Umsetzung der bautechnischen Massnahmen und Vorgaben
4.    Festlegung eines Mess- und Überwachungskonzept für die Bauausführung

Insgesamt wurden 19 Gerätestandorte festgelegt und überwacht, teilweise zeitgleich mit anderen grossen Projekten der KWO wie z.B. Innertkirchen 1 und 2, wo nochmals 24 Geräte eingesetzt waren.

Die Messwerte wurden in Echtzeit via Intranet auf einen FTP-Server geladen und bei Überschreitung der Grenzwerte ein Alarm per SMS abgesetzt. Die Messwerte wurden mittels Frequenzanalysen detailliert ausgewertet und, so dass der Sprengvortrieb anhand der Analyseresultate zeitnah optimiert und angepasst werden konnte.

Bauherr

Kraftwerke Oberhasli AG (KWO), Innertkirchen

Projektierung

IUB Engineering AG

Baujahr

2013–2016

Baukosten

CHF 65 Mio. (Bau & Stahlwasserbau), Kosten der Messkampagne CHF 120'000.-

Leistungen

Vorbereitung, Installation, Durchführung, Auswertung und Interpretation der Erschütterungsmessungen