Hochwassersicherheit Sarneraatal, Kernmattbach mit Ausleitung in Hochwasserentlastungsstollen Ost

Um den Unterlauf des Kernmattbachs vor Hochwasser zu schützen, wird im Ereignisfall ein Teil des Zuflusses mittels speziellem Ausleitbauwerk geschiebe- und schwemmholzfrei sicher und kontrolliert in einen hohen Wirbelfallschacht geleitet. Dies konnte durch Modellversuche an der Hochschule Rapperswil (HSR) bestätigt werden. Der Wirbelfallschacht schliesst an den Hochwasserentlastungsstollen Ost, der die Sarneraa entlastet, an damit das aus dem Kernmattbach ausgeleitete Wasser unterhalb des Wichelsees in die Sarneraa zurückgeführt werden kann. Die Schutzziele werden wirkungsvoll und optimal erreicht.

Hauptdaten

  • Kapazitätserhöhung des Kernmattbachs oberhalb des Ausleitbauwerk von HQ30 auf ein EHQ mittels Verbreiterung und Leitmauern (Länge: 300 m)
  • Geschiebesammler und Schwemmholzrückhalt oberhalb Ausleitbauwerk (Rückhaltevolumen bis zu 300 m3)

 

Bauherr

Einwohnergemeinde Sarnen

Projektierung

IUB Engineering AG in Ingenieurgemeinschaft

Baujahr

2011 bis heute

Baukosten

CHF 6.5 Mio.

Leistungen

  • Vor-, Bau- und Auflageprojekt
  • Begleitung von hydraulisch-geschiebetechnischen Modellversuchen
  • TU-Ausschreibung für Teile des Wirbelfallschachts
  • zukünftig: Ingenieurleistungen bis Inbetriebsetzung
  • Ausleitbauwerk mit Geschiebeabweisung und Schwemmholzrechen Drosselblende, Überfall und Drallkammer (Ausleitkapazität: ca. 30 m3/s; ÜLF: 36 m3/s)
  • Wirbelfallschacht (Innendurchmesser: 3 m; Höhe: ca. 80 m) mit seitlicher Einleitung in Hochwasserentlastungsstollen Ost
  • Ökologische Aufwertung und naturnahe Gestaltung des Unterlaufs des Kernmattbachs (Länge: 200 m)