Neubau Kraftwerk Innertkirchen 3, Erschütterungsmessungen

Das neue Kraftwerk Innertkirchen 3 nutzt das Urbachwasser aus dem Urbachtal. Der sprengtechnische Vortrieb von Zufahrtsstollen und Triebwasserweg verursachen Erschütterungsimmission bei den umliegenden besonders schützenswerten Bauten und Anlagen. Die IUB hat die Erschütterungen während den Vortriebsarbeiten überwachte und analysiert, ob die Amplituden- und deren dominante Einwirkungsfrequenzen noch im Rahmen des Zulässigen liegen. Die zulässigen Erschütterungswerte wurden nach der Norm SN 640 312 a festgelegt und mit der Bauherrschaft abgestimmt.

Ein Messpunkt wurde beim Zugangsstollen platziert, welcher rund 80 m neben der Transitgasleitung liegt. Ein weiteres Gerät wurde direkt in einem Ferienhaus installiert, welches ca. 50 m neben dem Fassungsbauwerk liegt. Da der GPRS-Empfang im Urbachtal sehr schlecht war, wurde die Datenübermittlung über das Telefonnetz des Ferienhauses realisiert.

Das Überwachungskonzept bestand aus folgenden Schritten:
1.    Festlegung der empfindlichen Anlagen, Bestimmung der zulässigen Einwirkungen
2.    Festlegung eines Mess- und Überwachungskonzept für die Bauausführung

Die Messwerte wurden in Echtzeit via Intranet auf einen FTP-Server geladen und  bei Überschreitung der Grenzwerte ein Alarm per SMS abgesetzt. Die Messwerte wurden mittels Frequenzanalysen detailliert ausgewertet und , so dass der Sprengvortrieb anhand der Analyseresultate zeitnah optimiert und angepasst werden konnte.

Bauherr

Kraftwerke Oberhasli AG (KWO), Innertkirchen

Projektierung

IUB Engineering AG

Baujahr

2015–2016

Baukosten

CHF 7.5 Mio., Kosten der Messkampagne CHF 16'000

Leistungen

Vorbereitung, Installation, Durchführung, Auswertung und Interpretation der Erschütterungsmessungen