Hochwasserschutz und Renaturierung Kleine Emme, Abschnitt 11, Werthenstein

Das Hochwasser vom 21./22. August 2005 hat gezeigt, dass für die Kleine Emme im Abschnitt Werthenstein ein grosses Hochwasserschutzdefizit besteht. Insbesondere der Dorfkern von Werthenstein ist unzureichend vor Hochwasserereignissen geschützt. Mit den projektierten Massnahmen wird der Hochwasserschutz sichergestellt und der Fluss zu einem ökologisch zusammenhängenden, möglichst naturnahen und dynamischen Fliessgewässer aufgewertet. Die Hochwassersicherheit und der Uferschutz wird mit dem Neubau von Dämmen und Winkelstützmauern, der Erhöhung von bestehenden Ufermauern und dem Neubau von Blocksteinmauern erreicht. Bei den bestehenden Schwellen mit Fallhöhen von 1.75 m bzw. 0.9 m wird die Fischdurchgängigkeit wiederhergestellt. Bei der oberen Schwelle wird linksseitig eine Pendelrampe in einem U-förmigen Ortbetontrog erstellt. Bei der unteren Schwelle wird eine Blockrampe mit Beckenstruktur erstellt. Zur Entlastung des linkseitigen Ufers und zur Erhöhung der Strömungs- und Strukturvielfalt werden auf der Flussaussenseite, oberhalb der Blockrampe, zwei Lenkbuhnen angeordnet.

Hauptdaten

  • Länge Kleine Emme (Projektabschnitt): ca. 750 m
  • Blöcke: ca. 3'800 t
  • Hochwasserschutzdamm: ca. 90 m
  • Hochwasserschutzmauer: ca. 250 m

Bauherr

Dienststelle Verkehr und Infrastruktur (vif), Kanton Luzern

Projektierung

IUB Engineering AG

Baujahr

2016–2017

Baukosten

2.53 Mio. CHF (gem. Ausführungsprojekt)

Leistungen

  • Überarbeitung Bau- und Auflageprojekt
  • Ausführungsprojekt
  • Ausschreibung
  • Bauleitung
  • Inbetriebnahme / Abschluss