Revitalisierung / Renaturierung Magdenerbach, Wiederansiedlung des Lachses

Der Magdenerbach ist ein etwa 4 km langes Nebengewässer des Rheins. Mit seiner sicheren Wasserführung erfüllt er eine der wesentlichen Voraussetzungen für ein gutes Fischgewässer. Aus diesem Grund wurde der Magdenerbach vom Kanton Aargau als Lachsbesatzgewässer ausgewählt. Der Magdenerbach weist heute jedoch bedeutende ökomorphologische Defizite auf. Insbesondere besteht ein Mangel an Sohlenstrukturen, die Sohle ist weitgehend eben und kolmatiert und es fehlt an Fischunterständen (Siehe Foto 1).

Der Perimeter liegt zwischen der Krebsbachmündung und der Pegelmessstelle vor Rheinfelden. Die Perimeterlänge beträgt rund 1620 m. Im oberen Abschnitt liegt der Magdenerbach in den Gewässerschutzzonen 2 und 3. Im Bereich der Gewässerschutzzonen sind strömungslenkende Strukturen, wie Strömungstrichter, Lenkbuhnen und Kiesschüttungen geplant. Unterstrom wird die Sohle angehoben und der Lauf verlängert. Es entsteht ein gewundener Bachverlauf mit einer aktiven Aue (siehe Planausschnitt unten). Die zahlreichen, oft nur eingeschränkt fischgängigen Schwellen (siehe Foto 2) können ersatzlos rückgebaut werden. Ergänzend zum neuen Verlauf werden Sohle und Ufer mit grossen lagestabilen Totholzeinbauten (Schlüsselhölzer) strukturiert. Der begradigte Altlauf wird nur abschnittsweise verfüllt, so dass zahlreiche Stillgewässer für Amphibien und sonstige Gewässerorganismen entstehen.

Hauptdaten

  • Abschnittslänge ist/neu: 1620 m / 1935 m
  • Gefälle ist/neu: 1.1% / 0.9%
  • Laufverlängerung um 20%
  • Fischregion: Übergang oberer zu unterer Forellenregion
  • Gewässertyp: Grobmaterialreicher Karbonatischer Mittelgebirgsbach
  • NQ/MQ/HQ100: 0.104 / 0.50 / 18.9 m3/s

Bauherr

Kanton Aargau – Sektion Jagd und Fischerei

Projektierung

IUB Engineering AG

Baujahr

2016 - 2017

Leistungen

  • Konzeptstudium
  • Vorstudie