Sanierung Aareufer Schönenwerd mit Block- und Baumbuhnen

Die Ufer der Aare-Restwasserstrecke zwischen dem Wehr Schönenwerd und der Kantonsgrenze SO/AG waren in zwei Bereichen mit Prallhangsituation stark erodiert. An der oberen Erosionsstelle bei "Grien" war primär der Uferweg beeinträchtigt, bei der unteren Stelle im Raum Pferderennbahn Aarau war die Stabilität des Damms zwischen dem Oberwasserkanal des Kraftwerks Aarau und dem Altlauf gefährdet. Die Beeinträchtigung war auch insofern bedeutsam, als dass im Rahmen der Konzessionserneuerung des Kraftwerks die Verbreiterung des Oberwasserkanals und damit eine Verringerung der Dammbreite vorgesehen ist.

Zur Verhinderung fortschreitender Ufererosion wurde im Bereich Grien aufgrund des geringen Schadenspotentials und zum Erhalt des ökologisch wertvollen Steilufers ein System aus tiefliegenden Baumbuhnen eingebaut. Dadurch wird der Talweg in Richtung Flussmitte verschoben, ein weiteres Unterspülen des Ufers verhindert, die Aaresohle strukturiert und den Fischen werden Unterstände geboten.
Im Bereich des Trenndamms wurde wegen des hohen Schadenspotentials ein System aus Blockbuhnen realisiert. Im Gegensatz zu einem Längsverbau mit Blocksatz konnte mit dem Buhnensystem eine gute Wasser-Land-Vernetzung erzielt werden. Ökologisch positiv wirken sich auch die ingenieurbiologisch gestalteten Ufereinbindungen und Totholzeinbauten (insbesondere Wurzelstöcke) im Buhnenkörper aus.

Hauptdaten

  • Anzahl Blockbuhnen: 7
  • Anzahl Baumbuhnen: 5
  • Geschützte Uferlänge Grien: ca. 250 m
  • Geschützte Uferlänge Pferderennbahn: ca. 320 m

Bauherr

Kanton Solothurn, Amt für Umwelt AfU

Projektierung

IUB Engineering AG

Baujahr

2015 - 2016

Leistungen

SIA-Phasen 32-53