Wasserkraftwerk Ettisbühl an der Kleinen Emme: Sanierung der Fischgängigkeit (Fischauf- und Fischabstieg)

Das Flusskraftwerk Ettisbühl wurde im Jahr 2011 in Betrieb genommen. Im August 2015 wurde von Kanton Luzern die Sanierung der Fischgängigkeit verfügt. Die Funktionsfähigkeit des bestehenden Schlitzpasses (Fischaufstieg) ist vor allem durch sehr unregelmässige Fallhöhen von Becken zu Becken und eine schlechte Auffindbarkeit des Einstiegs eingeschränkt. Aus der Variantenstudie ging die Sanierung des bestehenden Schlitzpasses als Bestlösung hervor. Die Sanierung umfasst insbesondere die Verlegung des Einstiegs in den Unterwasserkanal, das Absenken der Fischpasssohle und den Ersatz der Trennwände und Umlenkblöcke.

Zur Fischabstiegshilfe wurde ebenfalls eine Variantenstudie durchgeführt. Aus den acht untersuchten Varianten ging eine Fischheberinne als einzige grundsätzlich erfolgver-sprechende Lösung hervor und wurde auf Vorprojektniveau ausgearbeitet. Es konnte jedoch nicht abschliessend geklärt werden, ob sie für den Wildfluss Kleine Emme soweit angepasst werden kann, dass sie praktikabel ist und mit einem zumutbaren Unterhaltsaufwand betrieben werden kann.

Hauptdaten

  • Höhenunterschied H: 6.9 m
  • Zielarten: Bachforelle
  • Anzahl der Einstiege: 1
  • Abfluss: 230 l/s
  • Fallhöhe ∆h: 16 cm
  • Anzahl Becken: 42
  • Lichte Beckenlänge/-breite: 2.25 / 1.5 m

Bauherr

Steiner Energie AG, 6102 Malters

Projektierung

IUB Engineering AG mit Subplaner

Baujahr

2016 - 2017

Baukosten

CHF 1.5 Mio.

Leistungen

  • Beurteilung der bestehenden Fischaufstiegshilfe
  • Beurteilung Fischabstieg und Turbinenmortalität
  • Variantenstudium
  • Vorprojekt mit Konzept biologische Wirkungskontrolle