Inventar kleine Stauanlagen Kanton Bern

Das Stauanlagengesetz inkl. der Stauanlagenverordnung vom 01.01.2013 verlangt, dass neu die Kantone die direkte Aufsicht über die kleineren Stauanlagen wahrzunehmen haben. Dies betrifft Bauwerke, die aufgrund ihrer Dimensionen dem Stauanlagengesetz unterstellt werden, und solche, die für die Unterlieger eine besondere Gefährdung darstellen. Entsprechend wird der Kanton voraussichtlich neu mit einer bedeutenden Anzahl zu prüfenden und zu beaufsichtigenden Anlagen konfrontiert. Die Unterstellungsprüfung sowie die Unterstellung selbst einer bestehenden Anlage unter das Stauanlagengesetz hat für die Betreiber und die kantonalen Behörden einen grossen einmaligen sowie einen alljährlich wiederkehrenden Aufwand zur Folge (Überwachung / Aufarbeitung bestehende Anlagen inkl. allfällige Sanierungen).
Im Rahmen des Auftrages unterstützte die IUB das AWA des Kt. BE bei der Inventarisierung und der umfassenden Prüfung der bestehenden Bauwerke hinsichtlich des Unterstellungskriteriums der besonderen Gefährdung.

In einem ersten Schritt wurden die existierenden Becken über ein Rundschreiben an die Ge-meinden des Kantons Bern inventarisiert. Anschliessend erfolgte eine Prüfung und / oder Vervollständigung dieser Daten mithilfe von Plangrundlagen und Begehungen, insbesondere bei Anlagen mit unsicherer Zuteilung bzgl. Stauhöhe und -volumen. Eine allfällige beson-dere Gefährdung wurde mittels CTGREF-Flutwellenberechnungen oder 2D-Modellierungen beurteilt.

Bauherr

Amt für Wasser und Abfall, Kt. Bern (AWA)

Projektierung

IUB Engineering AG

Baujahr

2016 – 2018

Leistungen

  • Erstellen einer Bewertungsmatrix zur Prüfung der Unterstellungspflicht von kleinen Stauanlagen (Bundes- oder Kant. Aufsicht)
  • Inventarisierung kleiner Stauanlagen im Kt. BE
  • Unterscheidung zwischen Hochwasserrückhaltebecken, Geschiebesammlern, künstlichen Seen und Speicherbecken von Beschneiungsanlagen
  • Durchführung von vereinfachten Flutwellen-berechnungen (CTGREF) zur Abschätzung ei-ner allfälligen besonderen Gefährdung im UW bei einem Bruch des Bauwerks
  • Im Einzelfall 2D-Berechnungen mit Hyd-ro_AS_2D