Extremhochwasser Aare-Rhein EXAR

Im Rahmen der EXAR-Studie sollen die bisher verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Gefährdung durch extreme Hochwasserereignisse an der Aare überprüft und die Gefährdungsbeurteilung harmonisiert werden. Die Ergebnisse tragen dazu bei, Infrastrukturen und Agglomerationen besser vor Hochwasser zu schützen. Insbesondere dienen sie dazu, die Risiken extremer Hochwasserereignisse für rund 15 Stauwehre und für die Kernkraftwerke Mühleberg, Gösgen sowie Beznau I und II erneut zu beurteilen. Ausgehend von spezifischen Situationen an der Aare wird definiert, welche Gefahren im Zusammenhang mit Hochwasser bestehen und wie diese möglicherweise interagieren. Dafür sollen namentlich Phänomene wie Starkniederschläge, Dammbrüche (auch aufgrund von Erdbeben), Erosion, Gerinneverlagerung, Geschiebeablagerung, Verklausungen sowie Rutschungen untersucht werden. Dabei sind Unsicherheiten und Wechselwirkungen zu berücksichtigen.

Die IUB trägt im Rahmen der Arbeitspakete "Hydraulik & Morphodynamik" (AP3) sowie "Wasserbauliche Einrichtungen" (AP4) in Zusammenarbeit mit Geotest und HZP zum Gelingen des Projektes bei.

Bauherr

Bundesamt für Umwelt

Projektierung

IUB Engineering AG in Ingenieurgemeinschaft

Baujahr

2016 – 2018

Leistungen

Phase A (Vorstudie):

  • Grundlagenbeschaffung, Erarbeiten Methodo-logie, Anwendungsbeispiel

 Phase B (Hauptstudie):

  • Erarbeitung Grundlagen für hydraulische Modellierung: P-Q-Beziehungen, Einstau von Brücken, Breschenbildung
  • Verhalten von Wehren, Brücken, HWS-Dämmen & Stauanlagen bei übermässiger Hochwasserbelastung und/oder zusätzli-chen Belastungen (Erdbeben, Schwemmholz, etc.)
  • Verhalten und hydraulische Auswirkungen von grossen Rutschungen ins Flussbett der Aare
  • Prüfung von Versagensszenarien
  • Versagenswahrscheinlichkeiten