Sanierung der Staumauer am Gübsensee

Sanierung der Staumauer am Gübsensee, Ansicht der Luftseite
Sanierung der Staumauer am Gübsensee, Kronenbalken vor dem Betonieren
Sanierung der Staumauer am Gübsensee, Armieren des Kronenbalkens
Sanierung der Staumauer am Gübsensee, Querschnitt

Im Gübsensee vor den Toren der Stadt St. Gallen wird das Wasser für den Betrieb des in den Jahren 1898–1900 erbaute Kraftwerk Kubel gespeichert. Er wird von einer steinverkleideten Schwergewichts-mauer und zwei Erddämmen abgeschlossen. Als die Stauanlage in den 70er Jahren der Oberaufsicht des Bundes unterstellt wurde, musste Sicherheit der Anlage überprüft werden. Die Staumauer präsentierte sich dem Alter entsprechend in gutem Zustand und die HW-Entlastungsrinne verfügte über genügend  Abflusskapazität. Hingegen wies der Mauerkörper eine ungenügende Kippsicherheit auf. Da Massnahmen auf der Luftseite der unter Naturschutz stehenden Mauer nicht erwünscht und zu kostspielig waren, entschied man sich für die Veran-kerung im Felsuntergrund. Ein neuer Betonbalken sorgt für die korrekte Einleitung der Ankerkräfte und die Aufnahme der Spreizkräfte. Alle Anker sind kontrollierbar; die Ankerköpfe jederzeit zugänglich.  

Hauptdaten

  • Maximale Mauerhöhe: 23.75 m
  • Kronenlänge: 103 m
  • Mauerstärke: 14.75 - 3.00 m
  • Anker:
    • Anzahl: 68 Stk.
    • Länge: 18.0 - 41.0 m
    • Abstand: 1.5 – 3.0 m
    • Spannkraft: 1040 kN

Bauherr

St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG, St. Gallen

Projektierung

IM Maggia Engineering AG

Baujahr

1986

Baukosten

900'000 CHF

Leistungen

  • Sicherheitsnachweis mit statischen und hydraulischen Berechnungen
  • Studie von Sanierungsvarianten
  • Generelles Projekt
  • Bauprojekt
  • Ausschreibungen
  • Ausführungsprojekt
  • Überwachungsanlage
  • Bauleitung