Hochwasserschutz Worble, Gemeinde Ittigen - Pendelrampe Worble

Im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutzprojekt Worble wurde das Bachbett der Worble neu angelegt. Der bisherige Verlauf war kanalisiert und verlief unterhalb von Gebäuden. Im Bachlauf waren mehrere Abstürze vorhanden, wodurch die Längsvernetzung unterbunden war. Für die Überwindung dieser Höhendifferenz wurde eine Pendelrampe mit präzise versetzten, quaderförmigen Wasserbausteinen realisiert, mit einem mittleren Gefälle von 5 % und einem Abstand der Riegel von 4 m. Die Fallhöhe zwischen den Riegeln beträgt 20 cm.

Aufgrund der engen Platzverhältnisse wurde die Pendelrampe auf einer Länge von ca. 100 m in einem Kanal mit betonierter Bodenplatte und Wänden erstellt. In der Bodenplatte wurden Aussparungen ausgebildet, in welchen die Blocksteine für die Riegel versetzt wurden. Im obersten Bereich im Anschluss an das Einlaufbauwerk des Entlastungsstollens konnte das neue Gerinne breiter gestaltet werden. Die Böschung auf der Strassenseite wurde mit einer Blocksteinmauer erstellt, dadurch konnte auf der anderen Uferseite Platz und Gestaltungsspielraum gewonnen werden. Der offene Kanalabschnitt vor der Worblaufenstrasse bleibt bestehen. Darin wurde die Pendelrampe mit formwilden Blocksteinen ausgebildet. In den Querriegeln wurde mit jeweils zwei Steinen eine kleine "Insel" geschaffen, die mit Wurzelstämmen als Strukturelemente ergänzt wurden.

Hauptdaten

  • Fallhöhe gesamt: H = 5.70 m
  • Fallhöhe je Riegel: H = 0.20 m
  • Anzahl Becken: n = 29
  • Gesamtlänge: L = 130 m
  • Mittlere Neigung: I = 5.0 %
  • Bemessungsabfluss: Qmin = 0.48 m3/s
  • Bemessungsabfluss: Qmax = 7 m3/s

Bauherr

Gemeinde Ittigen

Projektierung

IUB Engineering AG

Baujahr

2016–2017

Leistungen

SIA-Phasen 31–53