Kempt Fehraltorf: Massnahmen gegen Auflandungen

Kempt Fehraltdorf: Massnahmen gegen Auflandungen; Lenkbuhnen als Schwellenersatz
Kempt Fehraltdorf: Massnahmen gegen Auflandungen; Strömungstrichter

An der Kempt in Fehraltorf treten in einem gut 300 m langen Abschnitt mit angrenzendem Kulturland Auflandungen auf. Die Auflandungen beeinträchtigen die Wirkung der einmündenden Drainagen und verschlechtern so die Entwässerung des Kulturlands. Weiter besteht ein Sanierungsbedarf an fünf Schwellen, die heute nur bedingt fischgängig sind. Die Kempt ist in diesem Abschnitt ein ausgebauter und monotoner Bach, besitzt aber durch den intakten Geschiebehaushalt, den ausgeglichenen Abfluss und den Gehölzsaum ein grosses Aufwertungspotential.

Das Problem soll durch möglichst einfache flussbauliche Massnahmen gelöst werden, die im Rahmen des Gewässerunterhalts umgesetzt werden können.

Die Auflandungen sind auf eine Verbreiterung des Gerinnes zurückzuführen und können mit einem System aus Lenkbuhnen mit inklinanten Strömungstrichtern behoben werden. Die Schwellen können ebenfalls durch Lenkbuhnen ersetzt werden, die in relativ engem Abstand wechselseitig angeordnet werden. Mit dieser "Lenkbuhnenrampe" wird die Strömungs- und Strukturvielfalt erhöht und gleichzeitig die Fischgängigkeit gewährleistet. Ergänzend kommen ingenieurbiologische Massnahmen (Wurzelstöcke, Totholz, standortgerechte Bepflanzung) zum Einsatz.

Hauptdaten

  • Lenkbuhnen als inklinante Strömungstrichter auf einer Länge von rund 120 m
  • "Lenkbuhnenrampe" mit 5 - 6 Buhnen auf einer Länge von 33  m, Δh zwischen Buhnen: 10 - 12  cm

Bauherr

Kanton Zürich, Amt für Abfall, Wasser Energie und Luft

Projektierung

IUB Engineering AG

Baujahr

2015 – heute

Leistungen

  • Ursachenanalyse
  • Variantenstudium
  • Ausführungsprojekt
  • Fachbauleitung