Hochwasserschutz Linth 2000

Das Ziel des Projektes "Linth 2000" ist der Schutz der Ebenen zwischen Näfels/Mollis und dem Obersee (Zürichsee) vor Überschwemmungen (Ausuferungen und Dammbrüche). Die bestehenden wasserbaulichen Anlagen des Linthwerks sollen umfassend überholt werden, so dass ein hundertjährliches Hochwasser schadlos abgeleitet werden kann. Auch extremere Hochwasserereignisse sind ohne grossräumige Schäden zu bewältigen. Das Projekt erforderte eine umfassende geotechnische Sanierung der heutigen Dämme über weite Strecken und eine Verbesserung der Zugänglichkeit für Unterhalt und Intervention. Die parallel führenden Seitengerinne wurden stellenweise nach aussen verlegt und revitalisiert.

Zudem wird der Flusslebensraum durch verschiedene Massnahmen aufgeweitet: Flussaufweitungen, Anbindung von Altläufen, neu geschaffene Gewässerabschnitte, Schaffung von Ried- und Auenflächen und stellenweiser Entfernung des Längsverbaus.
Die starre Gerinnegeometrie wird stellenweisedurch Aufweitungen und breitere Flussabschnitte durchbrochen. Zu berücksichtigen war dabei, dass der historische und landschaftsprägende Wert nicht verloren geht. Zusammen mit ökologischen Aufwertungen gewährleistet das Projekt die Funktion der Linthebene als Siedlungsraum, Landwirtschaftsgebiet, Ferienregion und Durchgangsland. Der Naherholungswert des Linthraumes wird durch die neu geschaffenen abwechslungsreichen Strukturen aufgewertet.

Bauherr

Linthverwaltung, Lachen

Projektierung

IUB Engineering AG und IM Maggia Engineering AG in Ingenieur-Gemeinschaft

Baujahr

2003–2007 (Realisierung bis 2012)

Leistungen

Bearbeitete Projektstufen    

  • Vorabklärungen, Vorprojekt, Mitwirkungsverfahren und Auswertung Fachberichte, Bauprojekt, Auflageprojekt, Begleitung Auflage / Einspracheverfahren, Ausführung Sofortmassnahmen Escherkanal, Oberbauleitung Gesamtprojekt ab 2007.

Die Planungen im Vorprojekt und Bau-/Auflageprojekt umfassten sämtliche Leistungen nach SIA 103 sowie insbesondere:

  • Dammsanierungen, neue Seitengewässer, ökologische Massnahmen, Kosten Bauplanung, Verkehrs- und Erschliessungskonzepte, Bewältigung Überlastfall, Umgang mit historischer Bausubstanz, Bauen in Schutzzonen und -gebieten.