Cool City, Erschliessung der City von Zürich mit kaltem Tiefen-Seewasser

Die City von Zürich hat aufgrund der dichten Nutzung durch Dienstleistungsbetriebe, Verkaufsgeschäfte, Verwaltungsbauten und Hotellerie einen hohen Bedarf an Kühlenergie. Dieser wird heute weitgehend durch konventionelle Kälteanlagen mit Luftkühlern auf den Gebäudedächern gedeckt. Um die Effizienz der Kältebereitstellung zu erhöhen und um die Wärmeabgabe in diesem durch anthropogene Einflüsse thermisch bereits stark belasteten Gebiet zu senken, wurde die Möglichkeit einer leitungsgebundenen Energieversorgung (Wärme und Kälte) mit Seewasser geprüft.

In der Studie wurde nachgewiesen, dass die Erschliessung der City von Zürich mit einer Seewasserleitung technisch machbar ist. Es wäre dazu der Bau einer Leitung mit einem Meter Durchmesser oder der Bau zweier paralleler Leitungen mit je 800 mm Durchmesser erforderlich. Mit einer solchen Leitung könnte der Kältebedarf des City-Gebiets im Sommer praktisch vollständig gedeckt werden und den Winter-Wärmebedarf zu mindestens 50 Prozent.  

Hauptdaten

je nach Variante:

  • Fassungsleitung 2xDN800: 610m
  • Druckleitung 1xDN1000: 1900m
  • Offener Grabenbau 1xDN1000: 1700m
  • Microtunneling DN 2500: 930m

Bauherr

Stadt Zürich, Departement der Industriellen Betriebe (DIB)

Projektierung

IUB Engineering AG

Baujahr

2017-2018

Baukosten

Kostenschätzung (Vorstudie): CHF 30 Mio.

Leistungen

Machbarkeitsstudie