Kleinere Stauanlagen: Ermittlung besonderes Gefährdungspotential

Bei Stauanlagen entscheiden zwei Kriterien ob die Anlage unter den Geltungsbereich der Stauanlagengesetzgebung fällt. Dies sind das Grössenkriterium und das Gefährdungskriterium. Bei kleineren Stauanlagen die das Grössenkriterium nicht erfüllen, ist zu untersuchen ob bei einem Sperren- oder Dammbruch ein besonderes Gefährdungspotenzial vorliegt. Die Anlagen bei denen solch ein Gefährdungspotenzial nicht aus-geschlossen werden konnte, wurden mittels numerischen Flutwellen-modellierung untersucht. Basierend auf dem Geländemodell mit 2 m Raster, den AV-Daten sowie Vermessungen der neuralgischen Bauwerke vor Ort wurde ein 3D-Berechnungsmodell erstellt. Mit der Software HYDRO_AS-2D von Hydrotec wurden die Abflusstiefen und Fliessgeschwindigkeiten einer Flutwelle im erstellten Berechnungsmodell berechnet. Die zu berücksichtigenden Rand-bedingungen werden dabei durch die Richtlinien vom BFE vorgegeben. Die graphische Darstellung der Resultate erlaubte es eine Beurteilung des besonderen Gefährdungspotenzials abzugeben.

Main Data

  • 9 begangene Anlagen
  • 6 untersuchte Anlagen (mit Flutwellenmodellierung)

Client

Kanton Obwalden, Amt für Wald und Landschaft

Consultant

IUB Engineering AG

Construction period

2018-2019

Scope of services

  • Erstbegehung inkl. Erstellung Dokumentation
  • Hydronumerische 2D-Flutwellenmodellierungen
  • Erstellung Überflutungs-, Intensitäts- und Gefahrenkarte
  • Berichterstattung und Beurteilung besonderes Gefährdungspotenzial